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    Verschiedenes

    Depot schließt alle Filialen: 730 Beschäftigte verlieren ihre Jobs

    Depot schließt alle Filialen der bisherigen Betreibergesellschaft. 730 Beschäftigte verlieren ihre Jobs, doch die Marke soll in kleinerer Form erhalten bleiben.
    28 August 2026Lesedauer: 5 MinutenKarl HartmannKarl Hartmann
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    Depot schließt alle Filialen der bisherigen Betreibergesellschaft. 730 Beschäftigte verlieren ihre Jobs, doch die Marke soll in kleinerer Form erhalten bleiben.
    Depot schließt alle Filialen der bisherigen Betreibergesellschaft. 730 Beschäftigte verlieren ihre Jobs, doch die Marke soll in kleinerer Form erhalten bleiben.
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    Die GDC Deutschland GmbH, die hinter der bekannten Deko- und Einrichtungskette Depot steht, beendet ihre Geschäftstätigkeit. Sämtliche bestehenden Arbeits- und Mietverträge sollen zum 30. September 2026 gekündigt werden. Rund 730 Beschäftigte verlieren dadurch ihren Arbeitsplatz. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Вild.

    Bereits Ende Juni hatte das Unternehmen die Schließung von 66 der damals rund 150 Filialen angekündigt. Anfang August kamen etwa 30 weitere Standorte hinzu. Ursprünglich wollte die Geschäftsführung ungefähr 50 eigene Geschäfte weiterführen. Die finanzielle Lage lässt diesen Plan inzwischen jedoch nicht mehr zu.

    Nach Angaben von Depot-Eigentümer Christian Gries reichen die verfügbaren Mittel nicht einmal mehr aus, um sämtliche Kosten und Verbindlichkeiten zu decken, die nach Beginn des Insolvenzverfahrens entstanden sind. Eine Fortführung der GDC Deutschland GmbH über den September hinaus ist deshalb nicht möglich.

    Depot beendet den Betrieb der bisherigen Gesellschaft

    Die GDC Deutschland GmbH mit Hauptsitz im bayerischen Großostheim hatte im Mai 2026 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Dieses Verfahren ermöglichte es der Geschäftsführung, das Unternehmen unter Aufsicht von Sanierungsexperten zunächst selbst weiterzuführen und eine Restrukturierung zu versuchen.

    Der ursprüngliche Sanierungsplan sah eine deutliche Verkleinerung des Filialnetzes vor. Etwa ein Drittel der Geschäfte sollte erhalten bleiben. Die finanzielle Situation verschlechterte sich jedoch weiter. Deshalb sollen nun alle Arbeitsverhältnisse und Mietverträge der bisherigen Betreibergesellschaft zum 30. September beendet werden.

    Der Restrukturierungsexperte Alexander Höpfner von der Kanzlei ACT Tischendorf erklärte gegenüber der Lebensmittel Zeitung, dass die Finanzierung des Geschäftsbetriebs nach September nicht gesichert sei. Unter diesen Voraussetzungen könne das Unternehmen in seiner bisherigen Form nicht fortgeführt werden.

    Christian Gries und Alexander Höpfner reagierten zunächst nicht auf weitere Anfragen von Journalisten.

    Warum Depot in die finanzielle Krise geriet

    Die Unternehmensführung nennt mehrere Ursachen für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Einer der wichtigsten Faktoren sei die schwache Konsumstimmung in Deutschland. Verbraucher geben weniger Geld für Dekoration, Wohnaccessoires und andere Produkte aus, die nicht zum täglichen Bedarf gehören.

    Zusätzlichen Druck erzeugen internationale Onlineplattformen mit besonders günstigen Angeboten. Christian Gries verwies unter anderem auf die wachsende Konkurrenz durch asiatische Handelsplattformen wie Temu. Diese bieten ein großes Sortiment zu niedrigen Preisen und gewinnen damit Kunden, die zuvor bei klassischen Einzelhandelsketten eingekauft haben.

    Depot hatte bereits 2024 ein Insolvenzverfahren durchlaufen. Anschließend versuchte das Unternehmen, seine Kosten zu senken, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und das Filialnetz an die veränderten Marktbedingungen anzupassen. Diese Maßnahmen reichten jedoch nicht aus.

    Das Ausmaß des Rückgangs zeigt sich besonders im Vergleich zu früheren Jahren. Auf dem Höhepunkt seiner Expansion gehörte Depot zu den größten deutschen Einzelhändlern für Wohnaccessoires und betrieb rund 400 Filialen. Vor der Ankündigung des neuen Sanierungsplans war das Netz bereits auf etwa 150 Standorte geschrumpft.

    Die Marke Depot soll in einer anderen Gesellschaft weiterleben

    Das Ende der GDC Deutschland GmbH muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Marke Depot vollständig vom deutschen Markt verschwindet. Christian Gries plant, die Marke auf eine andere Gesellschaft zu übertragen und den Handel in deutlich kleinerem Umfang fortzusetzen.

    Dafür muss der Eigentümer neue Gespräche mit den Vermietern führen. Da sämtliche bisherigen Mietverträge zum 30. September enden sollen, müsste die künftige Betreibergesellschaft für jede zu erhaltende Filiale einen neuen Vertrag abschließen.

    Noch ist unklar, wie viele der derzeit rund 50 verbliebenen Standorte tatsächlich in der neuen Struktur weitergeführt werden können. Entscheidend sind die Bedingungen der Vermieter, die Finanzierung sowie die wirtschaftliche Perspektive der einzelnen Geschäfte.

    Die rund 730 Beschäftigten der bisherigen Betreibergesellschaft verlieren dennoch ihre Arbeitsplätze. Selbst wenn einige Filialen später erneut öffnen, werden die bestehenden Arbeitsverträge nicht automatisch übernommen.

    Gespräche über Depot-Flächen bei Rewe und Edeka

    Eine weitere Möglichkeit betrifft kleinere Depot-Verkaufsflächen innerhalb von Rewe- und Edeka-Märkten. Christian Gries führt Gespräche über eine mögliche Übernahme oder Weiterführung dieser Standorte.

    Solche Shop-in-Shop-Flächen benötigen weniger Platz und profitieren vom regelmäßigen Kundenverkehr in den Supermärkten. Deshalb könnten sie wirtschaftlich stabiler sein als große, eigenständige Depot-Filialen. Wie viele dieser Verkaufsflächen erhalten bleiben könnten, ist bislang nicht bekannt.

    Auch zur künftigen Unternehmensstruktur, zur Zahl der Beschäftigten und zur geografischen Verteilung des neuen Filialnetzes liegen noch keine konkreten Angaben vor. Fest steht lediglich, dass die neue Betreibergesellschaft deutlich kleiner ausfallen soll als die GDC Deutschland GmbH.

    Krise im deutschen Einzelhandel verschärft sich

    Die Probleme von Depot sind Teil einer umfassenderen Krise im deutschen Einzelhandel. Besonders Anbieter außerhalb des Lebensmittelbereichs leiden unter einer schwachen Nachfrage, steigenden Betriebskosten und der zunehmenden Verlagerung von Einkäufen ins Internet.

    Den vorliegenden Angaben zufolge sehen 8,1 Prozent der deutschen Unternehmen ihre wirtschaftliche Existenz bedroht. Besonders angespannt ist die Lage im Einzelhandel sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe.

    Zuletzt meldeten auch die Non-Food-Discounter Kodi und Mäc Geiz finanzielle Schwierigkeiten beziehungsweise Insolvenz an. Von der Krise ist außerdem die Baumarktkette Hellweg betroffen, deren Standorte und Unternehmensteile einzeln verkauft werden sollen.

    Depot beendet damit den Geschäftsbetrieb der bisherigen Betreibergesellschaft. Ob und in welchem Umfang die Marke nach dem 30. September weiterbesteht, hängt von der Gründung einer neuen Struktur, den Verhandlungen mit Vermietern und dem Erhalt einzelner Verkaufsstandorte ab

    Lesen Sie auch: Aldi Nord verkauft Reiserucksack mit Kompressionsfach für 17,99 Euro

    Depot Insolvenz Depot schließt Filialen Einrichtungsgeschäfte Deutschland Krise im Einzelhandel Stellenabbau in Deutschland
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    Karl Hartmann

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