Die Filmwelt trauert um einen ihrer bekanntesten Darsteller. Der neuseeländische Schauspieler Sam Neill, bekannt aus „Jurassic Park“, „Das Piano“, „Jagd auf Roter Oktober“ und der Serie „Peaky Blinders“, ist am 13. Juli im Alter von 78 Jahren gestorben. Seine Familie gab den Tod über den offiziellen Instagram-Account des Schauspielers bekannt. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf theguardian.
Familie bestätigt den Tod des Schauspielers
In der Mitteilung heißt es, Sam Neill sei in Sydney im Kreis seiner engsten Angehörigen gestorben. Die Familie bezeichnete den Verlust als plötzlich und unerwartet und bat darum, ihre Privatsphäre während der Trauerzeit zu respektieren.
Eine offizielle Todesursache wurde zunächst nicht genannt. Bekannt war jedoch, dass bei dem Schauspieler im Jahr 2022 ein angioimmunoblastisches T-Zell-Lymphom im dritten Stadium diagnostiziert worden war. Dabei handelt es sich um eine seltene Form von Blutkrebs. Nach einer längeren Behandlung hatte Neill von einer Remission berichtet, setzte jedoch weiterhin eine unterstützende Therapie fort.
Vom neuseeländischen Theater zum internationalen Kino
Der Schauspieler wurde 1947 in Nordirland als Nigel John Dermot Neill geboren. In seiner Kindheit zog seine Familie nach Neuseeland. Später nahm er den Vornamen Sam an.
Zunächst studierte Neill Jura, brach das Studium jedoch ab und entschied sich für die Schauspielerei. Seine Karriere begann am Downstage Theatre in Wellington. Der Durchbruch gelang ihm mit dem Film „Sleeping Dogs“ aus dem Jahr 1977, dem ersten neuseeländischen Film, der regulär in den USA in die Kinos kam.
Die Rollen, die Sam Neill weltberühmt machten
In seiner fast fünf Jahrzehnte langen Karriere wirkte der Schauspieler in mehr als 150 Film- und Fernsehproduktionen mit. Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören:
- „Meine brillante Karriere“;
- „Omen III“;
- „Possession“;
- „Jagd auf Roter Oktober“;
- „Das Piano“;
- „Jurassic Park“;
- „Jurassic Park III“;
- „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“;
- „Die Mächte des Wahnsinns“;
- „Event Horizon“;
- „Wo die wilden Menschen jagen“;
- die Serien „Peaky Blinders“, „Die Tudors“ und „The Twelve“.
Besonders prägend wurde seine Rolle als Paläontologe Dr. Alan Grant in der „Jurassic Park“-Reihe. Sie machte Neill einem weltweiten Publikum bekannt.
Kampf gegen eine schwere Krankheit
Im Jahr 2023 veröffentlichte Sam Neill seine Memoiren „Did I Ever Tell You This?“. Darin sprach er offen über seine Krebserkrankung und die Behandlung. Ein Jahr lang unterzog er sich einer Chemotherapie. Auch nach dem Erreichen der Remission erhielt er regelmäßig eine unterstützende Therapie.
Damals sagte der Schauspieler, er habe keine Angst vor dem Tod. Er wünsche sich jedoch, noch viele Jahre mit seiner Familie verbringen, sich seinem Weingut widmen und erleben zu können, wie seine Enkelkinder aufwachsen.
Sein Leben abseits der Filmsets
Neben der Schauspielerei beschäftigte sich Sam Neill viele Jahre mit Weinbau. Er besaß das Weingut Two Paddocks in der Region Central Otago in Neuseeland. Diese Arbeit bezeichnete er als eine der größten Freuden seines Lebens.
Für seine Verdienste um die Schauspielkunst wurde Neill mit dem Order of the British Empire und dem New Zealand Order of Merit ausgezeichnet. Im Jahr 2022 erhielt er offiziell den Rittertitel und wurde zu Sir Sam Neill.
Der Schauspieler hinterlässt vier Kinder und acht Enkelkinder. Nach Bekanntwerden seines Todes äußerten zahlreiche Kollegen, Regisseure, Freunde und Fans ihr Beileid.
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