Patrice Aminati hat sich nach mehreren Wochen ohne neue Beiträge in den sozialen Netzwerken wieder bei ihren Followern gemeldet. Die 31-jährige Influencerin, die seit mehreren Jahren gegen eine schwere Krebserkrankung kämpft, veröffentlichte am 9. August 2026 eine neue Nachricht. Darin erklärte sie, dass sie weiterhin von Tag zu Tag lebt und möglichst viel Zeit und Kraft ihrer dreijährigen Tochter widmen möchte. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Нna.
Zuvor hatte Aminati ihre Community regelmäßig über ihre Behandlung, Untersuchungsergebnisse und die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung informiert. Umso mehr sorgte ihre längere Funkstille bei vielen Followern für Besorgnis.
„Ein kleines Lebenszeichen von mir. Ich bin noch da. Ich genieße das Leben. Ich versuche, im Hier und Jetzt zu leben“, schrieb Aminati in ihrer Instagram-Story.
Gleichzeitig machte sie deutlich, dass sich an ihrer gesundheitlichen Situation grundsätzlich nichts geändert habe. Bei ihr wurde ein metastasiertes Melanom im Stadium vier diagnostiziert. Die Erkrankung hat bereits mehrere Organe betroffen. Aminati erhält inzwischen palliative Versorgung.
Patrice Aminati möchte ihre ganze Kraft ihrer dreijährigen Tochter geben
Einen besonderen Teil ihrer Nachricht widmete Aminati ihrer Tochter Charly Malika, die aus ihrer inzwischen beendeten Ehe mit TV-Moderator Daniel Aminati stammt. Für Patrice steht ihr Kind angesichts der fortschreitenden Erkrankung weiterhin im Mittelpunkt.
Sie erklärte, dass sie viele Nachrichten nicht beantworten könne, weil ihre Kräfte begrenzt seien und sie diese vor allem für ihre Tochter aufbringen wolle.
„Entschuldigt, dass ich nicht geantwortet habe, dass ich nicht antworten konnte. Aber ich versuche, all meine Kraft meiner Tochter zu geben“, schrieb sie.
Zugleich bedankte sich Aminati bei allen Menschen, die weiterhin an sie denken, ihr Nachrichten schicken, gute Gedanken senden oder für sie beten.
Zum Abschluss ihres Beitrags appellierte sie daran, anderen Menschen aufmerksamer zu begegnen. Viele würden schwierige Situationen durchleben und Hilfe benötigen, auch wenn dies von außen nicht immer sichtbar sei.
Die Krebsbehandlung von Patrice Aminati stößt auf neue Grenzen
Der Kampf gegen die Erkrankung dauert inzwischen seit rund drei Jahren an. In dieser Zeit musste Aminati mehrere Therapien durchlaufen. In den vergangenen Monaten gab es jedoch erneut Rückschläge.
Eine MRT-Untersuchung zeigte zuletzt, dass die aktuelle Behandlung bei einigen Metastasen nicht ausreichend wirkt. Deshalb mussten die Ärzte zusätzlich eine Strahlentherapie einsetzen.
Kurz darauf wurde bekannt, dass auch eine weitere mögliche Behandlung für Aminati nicht infrage kommt. Dabei ging es um eine neuartige Krebstherapie am Universitätsklinikum Dresden.
Diese Therapie konnte aufgrund bestimmter Merkmale ihres Humanen Leukozyten-Antigen-Systems, kurz HLA, nicht eingesetzt werden. Für das Verfahren müssen bestimmte immunologische Voraussetzungen erfüllt sein.
Die behandelnden Ärzte konzentrieren sich deshalb weiterhin darauf, einzelne Beschwerden zu lindern und die Auswirkungen der Erkrankung soweit wie möglich zu kontrollieren.
Aminati sprach bereits über Erschöpfung und Folgen der Therapie
Bereits im Juli 2026 hatte Patrice Aminati in einem Interview mit der Berliner Morgenpost ausführlich über ihren Gesundheitszustand gesprochen. Sie erklärte damals, dass der lange Kampf gegen den Krebs für sie zunehmend belastender werde.
Die Behandlung sei zu einem jahrelangen Marathon geworden, der ihr körperlich und emotional immer mehr abverlange.
„Es wird immer schwieriger. Dieser Weg dauert schon sehr lange. Es ist wie ein Marathon. Ich mache das jetzt seit drei Jahren“, sagte sie.
Im Zusammenhang mit der Erkrankung und den Therapien leidet Aminati unter mehreren Beschwerden. Dazu gehören starke Erschöpfung, Gelenkschmerzen und Schwellungen nach mehreren Bestrahlungen des Gehirns.
Langfristige Planungen seien deshalb kaum möglich. Stattdessen versuche sie, sich auf den aktuellen Moment zu konzentrieren.
„Wir leben von einem Tag zum nächsten, von einer Stunde zur nächsten. Und daran halten wir fest“, sagte Aminati.
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