Für die Leser von Imowell.de wurde dieser orthodoxe Kalender für September 2026 unter Berücksichtigung der kirchlichen Gedenktage und des deutschen Arbeitskalenders erstellt. Grundlage ist die julianische Zeitrechnung, die in russisch-orthodoxen Gemeinden verwendet wird: Mariä Geburt wird am 21. September und die Kreuzerhöhung am 27. September gefeiert. Griechische, rumänische und einige andere orthodoxe Gemeinden in Deutschland können diese Feste nach dem neujulianischen Kalender und damit 13 Tage früher begehen. Im September gibt es keine mehrwöchige Fastenzeit, jedoch bleiben Mittwoch und Freitag Fastentage; hinzu kommen zwei strenge eintägige Fasttage. Orthodoxe Feste sind in Deutschland grundsätzlich keine gesetzlichen Feiertage. Gottesdienstzeiten und eine mögliche Arbeitsbefreiung sollten deshalb rechtzeitig geklärt werden.
Welchen Kirchenkalender verwenden orthodoxe Gemeinden?
In Deutschland gibt es keinen einheitlichen Kalender für alle orthodoxen Gemeinden. Die Russisch-Orthodoxe Kirche und mehrere slawische Gemeinden richten sich nach dem julianischen Kalender, während griechische und einige rumänische Gemeinden unbewegliche Feste nach dem neuen Kalender feiern. Der Unterschied zwischen beiden Kalendern beträgt im Jahr 2026 genau 13 Tage. Vor einem Kirchenbesuch sollte daher immer der Gottesdienstplan der jeweiligen Gemeinde geprüft werden.
| Ereignis | Neuer Kalender | Alter Kalender |
|---|---|---|
| Beginn des Kirchenjahres | 1. September | 14. September |
| Mariä Geburt | 8. September | 21. September |
| Kreuzerhöhung | 14. September | 27. September |
| Enthauptung Johannes des Täufers | 29. August | 11. September |
| Märtyrerinnen Vera, Nadeschda, Ljubow und Sophia | 17. September | 30. September |
Der orthodoxe Kalender in Deutschland wird in diesem Beitrag überwiegend nach dem alten Stil dargestellt, der in russischsprachigen Gemeinden verbreitet ist. Die Daten des neuen Kalenders werden zusätzlich genannt, damit es nicht zu Verwechslungen kommt.
Die wichtigsten orthodoxen Termine im September 2026
Im September beginnt das neue Kirchenjahr, außerdem werden zwei der zwölf orthodoxen Hochfeste gefeiert. Einen besonderen Stellenwert hat die Enthauptung Johannes des Täufers, ein bedeutender Gedenktag, der mit strengem Fasten verbunden ist. Auch die Kreuzerhöhung bleibt unabhängig vom Wochentag ein Fasttag. Die wichtigsten Daten stimmen mit dem orthodoxen Kirchenkalender überein, in dem die Daten des alten Stils den bürgerlichen Kalendertagen gegenübergestellt werden.
- September – Enthauptung Johannes des Täufers: bedeutender Gedenktag und strenger Fasttag.
- September – Beginn des orthodoxen Kirchenjahres, auch Indiktion genannt.
- September – Geburt der Allerheiligsten Gottesgebärerin, das erste Hochfest des neuen Kirchenjahres.
- September – Fest der Kreuzerhöhung, eines der zwölf orthodoxen Hochfeste und strenger Fasttag.
- September – Gedenktag der Märtyrerinnen Vera, Nadeschda, Ljubow und ihrer Mutter Sophia.
Ein kirchliches Fest und ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland sind nicht dasselbe. Auch an einem orthodoxen Hochfest muss der Arbeitgeber nicht automatisch einen freien Tag gewähren.
Orthodoxer Kalender für jeden Tag im September
Nachfolgend werden die wichtigsten orthodoxen Feiertage im September 2026 nach dem julianischen Kalender aufgeführt. In der Spalte „Bedeutung“ werden Hochfeste und bedeutende Gedenktage von gewöhnlichen Heiligengedenktagen unterschieden. Als arbeitsfrei gelten Samstage und Sonntage bei einer üblichen Fünftagewoche sowie gesetzliche Feiertage. Die konkreten Gottesdienstzeiten können sich selbst zwischen Gemeinden derselben Diözese unterscheiden.
| Datum und Wochentag | Kirchlicher Gedenktag oder Fest | Bedeutung | Arbeitsfrei in Deutschland |
|---|---|---|---|
| 1. September, Dienstag | Märtyrer Andreas Stratelates und 2593 Gefährten | Gedenktag | Nein |
| 2. September, Mittwoch | Prophet Samuel | Gedenk- und Fasttag | Nein |
| 3. September, Donnerstag | Apostel Thaddäus aus dem Kreis der Siebzig, Märtyrerin Bassa | Gedenktag | Nein |
| 4. September, Freitag | Märtyrer Agathonikos und seine Gefährten | Gedenk- und Fasttag | Nein |
| 5. September, Samstag | Märtyrer Lupus von Thessaloniki | Gedenktag | Ja, Samstag |
| 6. September, Sonntag | Hieromärtyrer Eutychius, Schüler des Apostels Johannes | Sonntag | Ja |
| 7. September, Montag | Überführung der Reliquien des Apostels Bartholomäus, Apostel Titus | Gedenktag | Nein |
| 8. September, Dienstag | Gottesmutterikone von Wladimir, Märtyrer Adrian und Natalia | Bedeutender Gedenktag | Nein |
| 9. September, Mittwoch | Heiliger Pimen der Große | Gedenk- und Fasttag | Nein |
| 10. September, Donnerstag | Heilige Hiob von Potschajew und Moses der Äthiopier | Gedenktag | Nein |
| 11. September, Freitag | Enthauptung Johannes des Täufers | Bedeutender Gedenktag, strenges Fasten | Nein |
| 12. September, Samstag | Überführung der Reliquien des Fürsten Alexander Newski | Bedeutender Gedenktag | Ja, Samstag |
| 13. September, Sonntag | Niederlegung des Gürtels der Allerheiligsten Gottesgebärerin | Festtag | Ja |
| 14. September, Montag | Beginn des Kirchenjahres, heiliger Symeon der Säulensteher | Kirchliches Neujahr | Nein |
| 15. September, Dienstag | Märtyrer Mamas, heiliger Johannes der Faster | Gedenktag | Nein |
| 16. September, Mittwoch | Hieromärtyrer Anthimus von Nikomedia | Gedenk- und Fasttag | Nein |
| 17. September, Donnerstag | Prophet Moses, Hieromärtyrer Babylas | Gedenktag | Nein |
| 18. September, Freitag | Prophet Zacharias und die gerechte Elisabeth | Gedenk- und Fasttag | Nein |
| 19. September, Samstag | Wunder des Erzengels Michael in Chonai | Bedeutender Festtag | Ja, Samstag |
| 20. September, Sonntag | Märtyrer Sozon | Sonntag | Ja; gesetzlicher Feiertag in Thüringen |
| 21. September, Montag | Geburt der Allerheiligsten Gottesgebärerin | Eines der zwölf Hochfeste | Nein |
| 22. September, Dienstag | Die gerechten Joachim und Anna | Nachfeier | Nein |
| 23. September, Mittwoch | Märtyrerinnen Menodora, Metrodora und Nymphodora | Gedenk- und Fasttag | Nein |
| 24. September, Donnerstag | Heilige Theodora von Alexandrien, Siluan vom Athos | Gedenktag | Nein |
| 25. September, Freitag | Hieromärtyrer Autonomus | Gedenk- und Fasttag | Nein |
| 26. September, Samstag | Kirchweihe der Auferstehungskirche in Jerusalem | Festtag | Ja, Samstag |
| 27. September, Sonntag | Erhöhung des Heiligen Kreuzes | Hochfest, strenges Fasten | Ja |
| 28. September, Montag | Großmärtyrer Niketas der Gote | Gedenktag | Nein |
| 29. September, Dienstag | Großmärtyrerin Euphemia die Hochgelobte | Gedenktag | Nein |
| 30. September, Mittwoch | Vera, Nadeschda, Ljubow und Sophia | Bedeutender Gedenk- und Fasttag | Nein |
Die Kennzeichnung „arbeitsfrei“ für Samstage und Sonntage bezieht sich auf eine übliche Fünftagewoche. Bei Schichtarbeit sowie in Medizin, Handel, Verkehr, Gastronomie und anderen Dienstleistungsbereichen kann der Arbeitsplan abweichen.
Fasttage im September 2026
Im September gibt es keine mehrwöchige Fastenzeit, denn das Mariä-Entschlafens-Fasten endet nach dem bürgerlichen Kalender am 28. August. Die Fasttage im September 2026 fallen dennoch grundsätzlich auf jeden Mittwoch und Freitag. Hinzu kommen am 11. und 27. September zwei eintägige strenge Fasttage. Wie streng das Fasten eingehalten wird, hängt von Gesundheit, Alter, Arbeitsbedingungen und der Absprache mit dem Priester ab.
- Reguläre Fasttage: 2., 4., 9., 16., 18., 23., 25. und 30. September.
- September: strenges Fasten zur Erinnerung an die Enthauptung Johannes des Täufers.
- September: strenges Fasten am Fest der Kreuzerhöhung, obwohl der Tag auf einen Sonntag fällt.
- September: kein Fasten, da Mariä Geburt 2026 an einem Montag gefeiert wird.
- Schwangere, Kinder, ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen sollten keine strengen Ernährungseinschränkungen ohne fachliche Beratung einführen.
Fasten bedeutet in der orthodoxen Tradition mehr als den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel. Im Mittelpunkt stehen Selbstbeherrschung, Gebet, Versöhnung und ein aufmerksamer Umgang mit anderen Menschen.
So planen Sie einen Kirchenbesuch in Deutschland
Die Gottesdienstzeiten orthodoxer Gemeinden in Deutschland hängen häufig davon ab, ob die Gemeinde über ein eigenes Kirchengebäude verfügt und wie regelmäßig ein Priester anwesend sein kann. Manche Gemeinden nutzen katholische oder evangelische Kirchen und feiern die Göttliche Liturgie nur an bestimmten Wochenenden. Vor großen Festen kann am Vorabend eine Vigil stattfinden, während die Liturgie am nächsten Morgen auf einen Werktag fällt. Deshalb sollte der Besuch mindestens eine Woche im Voraus geplant werden.
- Suchen Sie die offizielle Website oder Internetseite der nächstgelegenen orthodoxen Gemeinde.
- Prüfen Sie, ob die Gemeinde den julianischen oder den neujulianischen Kalender verwendet.
- Kontrollieren Sie die Uhrzeit des Abendgottesdienstes und der Göttlichen Liturgie.
- Beantragen Sie rechtzeitig Urlaub oder eine Anpassung der Arbeitszeit, wenn das Fest auf einen Werktag fällt.
- Erfragen Sie direkt beim Priester, welche Regeln für Beichte und Vorbereitung auf die Kommunion gelten.
- Prüfen Sie bei einer Fahrt in eine andere Stadt die Sonntagsverbindungen des öffentlichen Nahverkehrs.
- Sehen Sie am Vortag noch einmal in die aktuellen Mitteilungen der Gemeinde, da kurzfristige Änderungen möglich sind.
Für Berufstätige kann der Abendgottesdienst am Vortag eine praktische Lösung sein, wenn die morgendliche Liturgie während der Arbeitszeit stattfindet. Der Abendgottesdienst ersetzt jedoch nicht in jedem Fall die Teilnahme an der Liturgie. Diese Frage sollte daher mit dem Priester der eigenen Gemeinde besprochen werden.
Welche kirchlichen Termine sind in Deutschland Feiertage?
Orthodoxe Feste gehören nicht zum allgemeinen Katalog der gesetzlichen Feiertage in Deutschland. Eine Ausnahme im September hat keinen kirchlichen Ursprung: Am 20. September wird in Thüringen der Weltkindertag begangen. Nach offiziellen Angaben des Landes Thüringen ist dieser Tag dort seit 2019 ein gesetzlicher Feiertag. Im Jahr 2026 fällt der 20. September auf einen Sonntag, sodass am darauffolgenden Montag kein zusätzlicher freier Tag gewährt wird.
| Datum | Ereignis | Rechtlicher Status |
|---|---|---|
| 11. September | Enthauptung Johannes des Täufers | Regulärer Arbeitstag |
| 14. September | Beginn des Kirchenjahres | Regulärer Arbeitstag |
| 20. September | Weltkindertag | Gesetzlicher Feiertag nur in Thüringen; 2026 ein Sonntag |
| 21. September | Mariä Geburt | Regulärer Arbeitstag |
| 27. September | Kreuzerhöhung | Sonntag, aber kein bundesweiter gesetzlicher Feiertag |
| 30. September | Vera, Nadeschda, Ljubow und Sophia | Regulärer Arbeitstag |
Beschäftigte können Urlaub beantragen oder eine flexible Arbeitszeit vereinbaren. Ein automatischer Anspruch auf Freistellung wegen eines orthodoxen Festes besteht in der Regel nicht. Ausnahmen können sich aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag, betrieblichen Regelungen oder dem Feiertagsrecht des jeweiligen Bundeslandes ergeben.
Das Wichtigste auf einen Blick
Der September 2026 umfasst zwei der zwölf orthodoxen Hochfeste, zwei strenge eintägige Fasttage und den Beginn des neuen Kirchenjahres. Für russischsprachige Gemeinden sind der 11., 14., 21. und 27. September die wichtigsten Termine. Beim Besuch einer griechischen oder rumänischen Gemeinde sollte geprüft werden, ob dasselbe Fest bereits 13 Tage früher gefeiert wird. Der Kirchenkalender bestimmt das Datum, die genaue Uhrzeit des Gottesdienstes legt jedoch immer die jeweilige Gemeinde fest.
- September – Enthauptung Johannes des Täufers und strenges Fasten.
- September – Beginn des orthodoxen Kirchenjahres.
- September – Geburt der Allerheiligsten Gottesgebärerin.
- September – Kreuzerhöhung und strenges Fasten.
- Orthodoxe Feste sind in Deutschland nicht automatisch arbeitsfrei.
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