Die Stiftung Warentest hat 18 Nuss-Nougat-Cremes untersucht. Nutella erreichte lediglich den dritten Platz. Wegen des hohen Zuckergehalts und der ungünstigeren Nährwerte fiel die Gesamtbewertung schlechter aus. Besser schnitten eine vegane Premiumcreme aus Thüringen und ein deutlich günstigeres Produkt von Aldi ab. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf welt.
Diese Nuss-Nougat-Cremes schneiden am besten ab
Zwölf der 18 getesteten Produkte erhielten das Gesamturteil „gut“. Vier Cremes wurden mit „befriedigend“ bewertet, zwei weitere erreichten nur die Note „ausreichend“.
Den ersten Platz mit der Gesamtnote 2,0 belegte die dunkle Haselnusscreme Kräm – Herr Eichhorn pur der Thüringer Schokoladenmanufaktur Goldhelm. Die Prüfer lobten das intensive Haselnussaroma, den ausgeprägten Nussgeschmack und die deutliche Röstnote.
Die Creme besteht zu mehr als 50 Prozent aus Nüssen. Bei der sensorischen Prüfung erhielt sie die Bestnote 1,0. Gleichzeitig ist sie die teuerste Empfehlung unter den Spitzenreitern: 100 Gramm kosten 5,94 Euro.
Stiftung Warentest empfiehlt das Produkt vor allem Verbrauchern, denen ein hoher Haselnussanteil und ein intensiver Geschmack wichtig sind.
Günstige Aldi-Creme erhält die gleiche Gesamtnote
Auch die Haselnuss-Nougat-Creme Nusskati von Aldi erreichte die Gesamtnote 2,0. Mit einem Preis von etwa 0,50 Euro pro 100 Gramm gehört sie zu den günstigsten Produkten im Test.
Die Creme enthält 13 Prozent Haselnüsse. Bei der Verkostung stellten die Prüfer einen ausgeprägten Kakaogeschmack fest, der an dunkle Schokolade erinnert.
Nach Angaben der Stiftung-Warentest-Ernährungsexpertin Sarah Waldau dürfte der geschmackliche Unterschied zwischen dem teuren Testsieger und der günstigen Discountercreme für viele Verbraucher kaum wahrnehmbar sein. Die Premiumcreme enthält allerdings deutlich mehr Haselnüsse und weniger Zucker.
Warum Nutella nur den dritten Platz erreicht
Nutella erhielt die Gesamtnote 2,2 und landete damit auf dem dritten Platz. In der sensorischen Prüfung schnitt die Creme mit der Note 1,5 gut ab. Das Aldi-Produkt erreichte in diesem Teil der Untersuchung das gleiche Ergebnis.
Ausschlaggebend für die schlechtere Platzierung von Nutella waren vor allem die Nährwerte. Der Zuckergehalt beträgt 57 Prozent – der höchste Wert unter allen 18 getesteten Produkten.
Zum Zeitpunkt der Untersuchung kosteten 100 Gramm Nutella 0,84 Euro. Damit war die Creme teurer als das Aldi-Produkt, aber erheblich günstiger als der Testsieger von Goldhelm.
Die Experten weisen darauf hin, dass die meisten getesteten Nuss-Nougat-Cremes geschmacklich überzeugen, gleichzeitig aber viel Zucker, Fett und Kalorien enthalten. Solche Produkte seien daher eher als Süßigkeit und nicht als normaler Bestandteil eines ausgewogenen Frühstücks zu betrachten.
Verunreinigung in zuckerreduzierter Creme festgestellt
Das schlechteste Ergebnis im Test erzielte eine zuckerreduzierte Creme des Herstellers Ahead. Nach Angaben der Prüfer besteht das Produkt zu 42 Prozent aus dem Zuckeralkohol Maltit.
Ein übermäßiger Verzehr von Maltit kann abführend wirken. Außerdem fanden die Experten in der Creme Bestandteile aromatischer Mineralöle. Deren Konzentration lag nur knapp unter dem zulässigen Grenzwert.
Solche Verbindungen gelten als potenziell krebserregend. Aufgrund dieser Mängel landete das Produkt am Ende des Rankings von Stiftung Warentest.
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