Der Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass Russland erneut ukrainisches Gebiet angegriffen und dabei eine Mittelstreckenrakete vom Typ „Oreschnik“ eingesetzt habe. Laut ihm sei dieser Raketentyp erstmals in der Nähe der Hauptstadt verwendet worden. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf deutschlandfunk.
In einer am Morgen des 24. Mai 2026 veröffentlichten Videoansprache teilte Selenskyj mit, dass die Rakete auf die Stadt Bila Zerkwa abgefeuert wurde, die in der Region Kiew liegt.
Demnach könne „Oreschnik“ sowohl konventionelle als auch nukleare Sprengköpfe tragen. Die Geschwindigkeit erreiche bis zu 12.000 km/h, die Reichweite bis zu 5.000 Kilometer, was das System zu einer potenziellen Bedrohung für große Teile Europas mache.
Folgen des nächtlichen Angriffs
Parallel dazu griff Russland in der Nacht Kiew und die umliegende Region mit Raketen und Drohnen an. Die Zahl der Todesopfer stieg auf vier.
Der Bürgermeister von Kiew Vitali Klitschko berichtete von zwei Toten und 56 Verletzten in der Hauptstadt. In der Region Kiew gab der Leiter der Regionalverwaltung Mykola Kalaschnik zwei weitere Tote und neun Verletzte bekannt.
Infolge der Angriffe kam es zu Bränden, unter anderem auf einem städtischen Markt in Kiew, wo Rettungskräfte die Folgen der Zerstörungen bekämpften.
Weitere Angaben zur Eskalation
Nach Angaben aus offenen Quellen ist dies nicht der erste Einsatz ballistischer Langstreckenraketen im Krieg gegen die Ukraine. Frühere Angriffe wurden unter anderem im Raum Dnipro sowie im Westen des Landes registriert.
Zudem wurde berichtet, dass Russland nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die besetzte Region Luhansk mögliche „Gegenmaßnahmen“ angekündigt habe.
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