Ab dem 1. Juli 2026 dürfen Apotheken in Deutschland offiziell assistierte Telemedizin anbieten. Möglich wird dies, nachdem das Bundesgesundheitsministerium einer Vereinbarung zwischen dem GKV-Spitzenverband und dem Deutschen Apothekerverband nicht widersprochen hat. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf t-online.
Das neue Angebot ermöglicht Patienten den Zugang zu ärztlichen Videosprechstunden direkt über die Apotheke. Vor der Terminvermittlung prüfen Apotheken mithilfe eines speziellen digitalen Bewertungssystems, ob eine Videosprechstunde für das jeweilige Anliegen geeignet ist.
Bei Bedarf können Patienten die Online-Konsultation auch unmittelbar in den Räumlichkeiten der Apotheke wahrnehmen. Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Menschen, die kurzfristig medizinischen Rat benötigen oder nicht über die notwendige technische Ausstattung zu Hause verfügen.
Die assistierte Telemedizin steht sowohl gesetzlich als auch privat Versicherten offen. Sie soll vor allem Personen unterstützen, die keinen Computer oder kein internetfähiges Smartphone besitzen oder Hilfe bei der technischen Durchführung einer Videosprechstunde benötigen.
Besonders für Menschen in ländlichen Regionen könnte das neue Modell Vorteile bringen. Durch die Möglichkeit, ärztliche Beratung per Video in der Apotheke zu erhalten, lassen sich lange Anfahrtswege zu Arztpraxen vermeiden und medizinische Leistungen schneller in Anspruch nehmen.
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