Die Zustimmung zu US-Präsident Donald Trump bleibt innerhalb der Republikanischen Partei hoch, verliert jedoch an Intensität. Laut Umfragen von Reuters/Ipsos sank der Anteil der Republikaner, die seine Amtsführung uneingeschränkt billigen, von 49 Prozent im Januar auf 35 Prozent im August. Die Gesamtzustimmung unter den Anhängern der Partei ging dagegen nur leicht von 85 auf 82 Prozent zurück. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf merkur.
Uneingeschränkte Zustimmung weicht moderater Unterstützung
Die wichtigste Veränderung vollzieht sich nicht zwischen Trumps Anhängern und Gegnern, sondern innerhalb seiner republikanischen Wählerschaft. Im Januar billigten 49 Prozent der Republikaner seine Amtsführung uneingeschränkt, während 37 Prozent ihr zumindest teilweise zustimmten.
Bis August hatte sich dieses Verhältnis umgekehrt. Der Anteil der überzeugten Anhänger sank auf 35 Prozent, während die moderate Zustimmung auf 47 Prozent stieg. Innerhalb von acht Monaten fiel die uneingeschränkte Unterstützung damit um 14 Prozentpunkte, während die teilweise Zustimmung um zehn Punkte zunahm.
Die Gesamtzustimmung unter den Republikanern blieb vergleichsweise stabil: Sie lag im Januar bei 85 Prozent und im August bei 82 Prozent. Die meisten republikanischen Wähler wechselten somit nicht in das Lager der Trump-Gegner, bewerten seine Arbeit inzwischen aber zurückhaltender.
So entwickelten sich die Umfragewerte im Jahresverlauf
Im Februar sank der Anteil der Republikaner, die Trumps Amtsführung uneingeschränkt billigten, auf 46 Prozent. Die moderate Zustimmung stieg gleichzeitig auf 39 Prozent. Die Gesamtzustimmung blieb bei 85 Prozent.
Im April fiel der Anteil der überzeugten Unterstützer auf 39 Prozent, während die Gesamtzustimmung unter den Republikanern auf 78 Prozent zurückging. Im Mai erholten sich die Werte vorübergehend: 43 Prozent erklärten ihre uneingeschränkte Unterstützung, weitere 39 Prozent stimmten Trumps Amtsführung teilweise zu.
Im Juni lagen beide Gruppen bei jeweils 40 Prozent. Die deutlichste Veränderung folgte im Juli: Die uneingeschränkte Zustimmung sank auf 34 Prozent, während die moderate Unterstützung auf 48 Prozent stieg. Im August legte der Anteil der überzeugten Anhänger um einen Punkt auf 35 Prozent zu. Diese Veränderung liegt jedoch innerhalb der statistischen Fehlertoleranz.
Auch Trumps landesweite Zustimmungswerte sinken
Unter allen erwachsenen US-Amerikanern ging der Anteil derjenigen, die Trumps Amtsführung uneingeschränkt billigen, von 19 Prozent im Januar auf 13 Prozent im August zurück. Die Gesamtzustimmung sank im selben Zeitraum von 38 auf 33 Prozent.
Der Anteil der Befragten, die Trumps Arbeit ablehnen, stieg dagegen von 59 auf 65 Prozent. Der Nettozustimmungswert – die Differenz zwischen Zustimmung und Ablehnung – verschlechterte sich von minus 21 auf minus 32 Prozentpunkte.
Diese Zahlen unterscheiden sich deutlich von den Ergebnissen innerhalb der Republikanischen Partei, wo Trump weiterhin von einer großen Mehrheit unterstützt wird. Allerdings nimmt auch dort der Anteil der Wähler ab, die vorbehaltlos hinter ihm stehen.
Warum die Stärke der Unterstützung vor den Midterms wichtig ist
Der Rückgang der uneingeschränkten Zustimmung erfolgt weniger als zehn Wochen vor den Zwischenwahlen in den USA. Der besonders aktive Kern der republikanischen Wählerschaft spielt bei Vorwahlen, der Finanzierung von Wahlkämpfen und der Mobilisierung von Unterstützern eine zentrale Rolle.
Auch eine moderate Zustimmung bleibt politisch relevant. Republikaner, die einzelne Entscheidungen der Regierung kritisch sehen, können weiterhin für Kandidaten ihrer Partei stimmen. Sie könnten sich im Wahlkampf jedoch weniger stark engagieren als Trumps überzeugte Anhänger.
Was über die Reuters/Ipsos-Umfragen bekannt ist
Die Januar-Umfrage wurde vom 23. bis 25. Januar unter 1.139 erwachsenen US-Amerikanern durchgeführt, darunter 340 Republikaner. Die statistische Fehlertoleranz betrug drei Prozentpunkte für die Gesamtstichprobe und 5,4 Punkte für die republikanische Teilgruppe.
An der August-Umfrage vom 21. bis 24. August nahmen 1.215 Erwachsene teil, darunter 324 Republikaner. Die Fehlertoleranz lag bei 2,9 Prozentpunkten für alle Befragten und bei 5,6 Punkten für die republikanische Teilgruppe.
Wegen der größeren Fehlertoleranz innerhalb der Parteigruppen müssen Schwankungen von ein oder zwei Punkten nicht zwangsläufig eine tatsächliche Veränderung der öffentlichen Stimmung anzeigen. Die Differenz zwischen den Ergebnissen vom Januar und August zeigt sich jedoch über mehrere aufeinanderfolgende Umfragen hinweg.
Weißes Haus verweist auf Ergebnisse der Regierung
Der Sprecher des Weißen Hauses, Davis Ingle, erklärte gegenüber Newsweek, die Regierung konzentriere sich auf die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Eindämmung der Inflation und eine bessere Bezahlbarkeit von Wohnraum.
Nach seinen Angaben setzt der Präsident sein politisches Programm weiter um. Das Weiße Haus bewertet die bisherigen Ergebnisse als bedeutende Fortschritte für die Vereinigten Staaten.
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