Meta hat eine eigenständige Meta-AI-App für Mac-Computer vorgestellt, mit der Nutzer direkt vom Desktop aus mit künstlicher Intelligenz arbeiten können. Die Anwendung kann Bildschirminhalte analysieren, unterstützt Sprachsteuerung und lässt sich für die Arbeit mit Dokumenten einsetzen. Für die Nutzung ist ein Konto bei einem Dienst aus dem Meta-Ökosystem erforderlich. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Meta.
Meta AI auf dem Mac: Systemanforderungen und Zugang
Die neue Anwendung ist für Mac-Computer mit Apple Silicon ausgelegt. Voraussetzung ist macOS 15 oder eine neuere Version des Betriebssystems.
Die Anmeldung erfolgt über ein Konto bei Facebook, Instagram, Messenger oder WhatsApp. Damit verbindet Meta seinen Desktop-KI-Assistenten mit dem bestehenden Ökosystem des Unternehmens.
Die grundlegenden Funktionen der Anwendung können kostenlos genutzt werden. Für rechenintensivere KI-Funktionen gelten allerdings bestimmte Nutzungslimits.
Was kann die neue Meta-AI-App für Mac?
Eine der wichtigsten Funktionen ist die Möglichkeit, der KI Informationen vom Bildschirm des Computers zur Verfügung zu stellen. Nutzer können dem Assistenten beispielsweise ein bestimmtes geöffnetes Fenster oder einen ausgewählten Bildschirmbereich zeigen und dessen Inhalt analysieren lassen.
Die Anwendung unterstützt außerdem Sprachbefehle und Diktierfunktionen. Dadurch lässt sich der Assistent nutzen, ohne jede Anfrage über die Tastatur eingeben zu müssen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Content- und Business-Tools. Meta AI kann Daten aus Analyse- und Werbewerkzeugen einbeziehen und bei der Auswertung von Reichweite und Performance veröffentlichter Inhalte helfen.
Darüber hinaus ist eine Verbindung mit Google Workspace vorgesehen. Auf diese Weise kann die KI mit Dokumenten, Tabellen und anderen Arbeitsdateien arbeiten, sofern der Nutzer die entsprechenden Zugriffsrechte erteilt.
Analyse von Kontodaten und öffentlichen Informationen
Meta AI kann Kontext berücksichtigen, der innerhalb eines verbundenen Benutzerkontos verfügbar ist. Dadurch können beispielsweise Informationen aus der beruflichen oder geschäftlichen Nutzung eines Accounts in die Bearbeitung einer Anfrage einbezogen werden.
Das System kann außerdem Kennzahlen eines Kontos mit öffentlich zugänglichen Informationen anderer Profile vergleichen. Diese Funktionen richten sich insbesondere an Unternehmen, Content Creator und Nutzer, die Facebook und Instagram professionell einsetzen.
Auf welche konkreten Informationen die KI zugreifen kann, hängt davon ab, welche Konten, Dienste und Inhalte der Nutzer verbindet oder ausdrücklich zur Verarbeitung freigibt.
Kostenlose Nutzung und kostenpflichtige Limits
Die grundlegenden Funktionen von Meta AI auf dem Mac stehen kostenlos zur Verfügung. Für komplexere und rechenintensive Operationen führt Meta jedoch tägliche und monatliche Nutzungslimits ein.
Ist das verfügbare Kontingent ausgeschöpft, kann Nutzern ein kostenpflichtiges Meta-One-Abonnement angeboten werden. Damit trennt das Unternehmen die grundlegende Nutzung des KI-Assistenten von einer intensiveren Verwendung rechenaufwendiger Funktionen.
Welche Daten kann Meta AI verarbeiten?
Ein wichtiger Punkt betrifft die Informationen, die Nutzer dem KI-Assistenten zur Verfügung stellen. Daten, die während der Interaktion mit dem Assistenten übermittelt werden, können zur Verbesserung und zum Training zukünftiger KI-Modelle verwendet werden.
Meta erklärt, dass Inhalte privater Nachrichten nicht automatisch zum Training der Modelle verwendet werden, sofern Nutzer dem Assistenten nicht selbst Zugriff auf entsprechende Informationen gewähren.
Bei der Nutzung der Anwendung können allerdings Beiträge, Fotos, Bildunterschriften, Informationen aus verbundenen externen Diensten sowie freigegebene Bildschirminhalte automatisch verarbeitet werden.
Welche Daten Meta AI tatsächlich zur Verfügung stehen, hängt somit wesentlich von den erteilten Berechtigungen und den verwendeten Integrationen ab.
Was Nutzer bei der Bildschirmfreigabe beachten sollten
Mit der Bildschirmfunktion kann Meta AI den Kontext einer Aufgabe erfassen, ohne dass Texte kopiert oder Dateien manuell hochgeladen werden müssen. In geöffneten Fenstern können sich jedoch Dokumente, Nachrichten, Finanzinformationen, personenbezogene Daten oder andere sensible Inhalte befinden.
Wird ein solches Fenster für die Analyse freigegeben, werden die sichtbaren Informationen Teil der automatisierten Verarbeitung. Ähnliches gilt für externe Dienste: Die Verbindung eines Arbeitskontos erweitert grundsätzlich den Umfang der Daten, mit denen der KI-Assistent interagieren kann.
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