Die deutsche Polizei hat die Ermittlungen in einem aufsehenerregenden Mordfall aus dem Jahr 2017 erneut intensiviert. Die Behörden fahnden wieder nach dem 54-jährigen Hasan Fayas Gindi, der als Hauptverdächtiger im Fall der Tötung seiner Tochter Zara Gindi gilt. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Вild.
Nach Angaben der Ermittler ereignete sich das Verbrechen am 4. Januar 2017 im Kölner Stadtteil Mülheim. Als mögliches Motiv nennen die Ermittler die Ablehnung des Lebensstils der jungen Frau durch ihren Vater. Zum Zeitpunkt ihres Todes war die 19-Jährige schwanger.
Verdächtiger soll Deutschland nach der Tat verlassen haben
Nach Darstellung der Polizei soll der Mann nach dem Verbrechen die Leiche seiner Tochter in einem Mazda versteckt und das Fahrzeug in einer Garage abgestellt haben. Anschließend soll er Deutschland verlassen haben. Zwei Tage nach seinem Verschwinden kontaktierte er nach Angaben der Ermittler die Polizei aus dem Irak und teilte den Aufenthaltsort der Leiche mit.
Die Beamten fanden daraufhin die Tote. Die rechtsmedizinische Untersuchung bestätigte ein Tötungsdelikt. Der Verdächtige konnte jedoch bis heute nicht gefasst werden. Sein Aufenthaltsort ist seit mehr als neun Jahren unbekannt.
Nach Angaben der Ermittler hatte der Mann vor der Tat rund acht Jahre in Deutschland gelebt.
Neue Fahndungsaufrufe und Belohnung
Im Zuge der neuen Ermittlungsmaßnahmen veröffentlichte die Polizei aktualisierte Fahndungsaufrufe in deutscher und kurdischer Sprache. Die Staatsanwaltschaft setzte zudem eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise aus, die zur Festnahme des Verdächtigen führen.
Laut Personenbeschreibung ist Hasan Fayas Gindi etwa 164 Zentimeter groß, von schlanker Statur, mit grauen Haaren und braunen Augen. Zu den auffälligen Merkmalen zählen eine rund zwei Zentimeter lange Narbe auf dem Handrücken der rechten Hand sowie eine weitere Narbe oberhalb der rechten Oberlippe.
Polizei bittet Öffentlichkeit um Hinweise
Die Fahndungsaufrufe wurden online sowie in Polizeidienststellen veröffentlicht. Die Ermittler bitten die Bevölkerung um Hinweise, die zur Lokalisierung des Gesuchten beitragen könnten.
Der Fall zählt zu den besonders aufsehenerregenden ungeklärten Tötungsdelikten der vergangenen Jahre in Köln. Mit der erneuten Veröffentlichung der Fahndung setzt die Polizei auf neue Hinweise aus der Öffentlichkeit.
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