Am späten Sonntagabend, dem 12. Juli, ist im Schlitzer Stadtteil Hutzdorf im Vogelsbergkreis ein größerer Brand ausgebrochen. Das Feuer entstand auf einer landwirtschaftlichen Fläche nahe der Straße Zum Pfingstborn. Eine Ballenpresse, Getreidebestände und mehrere Heuballen gerieten in Brand. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf osthessen-news.
Die Leitstelle alarmierte am Abend die Einsatzkräfte. Neben den örtlichen Feuerwehren wurden zusätzliche Einheiten aus benachbarten Landkreisen angefordert. Nach Angaben der Feuerwehr hatte der Landwirt zunächst selbst versucht, die Flammen zu löschen. Dieser Versuch blieb jedoch erfolglos.
Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte wurde das Einsatzstichwort auf „Waldbrand F2“ erhöht. Wegen der hohen Temperaturen und des Windes breitete sich das Feuer rasch über das trockene Feld aus. Dichte Rauchsäulen waren noch aus größerer Entfernung zu sehen.
Rund 3,5 Hektar Fläche betroffen
Nach ersten Erkenntnissen ging der Brand von einer Ballenpresse aus. Weshalb die landwirtschaftliche Maschine Feuer fing, ist bislang unklar. Die genaue Ursache soll noch untersucht werden.
Die Flammen erfassten eine Fläche von etwa dreieinhalb Hektar. Neben der Maschine und dem Getreide brannten auch mehrere auf dem Feld liegende Heuballen. Um sämtliche Glutnester vollständig zu löschen, mussten die Ballen auseinandergezogen und einzeln abgelöscht werden.
Die weitere Ausbreitung des Feuers konnte gestoppt werden. Dennoch dauerten die Nachlöscharbeiten mehrere Stunden an, da sich in den Heuballen und einzelnen Bodenbereichen weiterhin Hitze hielt. Die Feuerwehr kontrollierte die Fläche auf versteckte Glutnester und verhinderte ein erneutes Aufflammen.
Hitze und Wind erschwerten den Einsatz
Der stellvertretende Stadtbrandinspektor von Schlitz, Andreas Leinweber, erklärte, dass die Löscharbeiten unter schwierigen Bedingungen stattfanden. Trockene Vegetation, Wind und hohe Temperaturen begünstigten die schnelle Ausbreitung des Feuers und belasteten die Einsatzkräfte erheblich.
„Der Einsatz war wegen der Hitze und des Windes äußerst anspruchsvoll. Nach der Verschärfung der Lage haben wir zusätzliche Kräfte und eine deutlich verstärkte Wasserversorgung angefordert. Dadurch konnten wir den Brand schnell unter Kontrolle bringen“, sagte Leinweber.
Um die Wasserversorgung sicherzustellen, wurde eine größere Zahl an Spezialfahrzeugen eingesetzt. An dem Einsatz beteiligten sich Feuerwehren aus Lauterbach, Schlitz und Hünfeld. Aus Fulda kam zusätzlich ein Tanklöschfahrzeug, außerdem wurde Unterstützung aus Kirchheim angefordert.
Damit waren Einsatzkräfte aus drei Landkreisen beteiligt: dem Vogelsbergkreis, dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg und dem Landkreis Fulda. Die zusätzlichen Fahrzeuge stellten die Wasserversorgung auf dem Feld sicher und schützten angrenzende Flächen.
Zwei Menschen durch Rauch verletzt
Während der Löscharbeiten mussten zwei Personen medizinisch versorgt werden. Nach Angaben der Feuerwehr erlitten ein Landwirt und ein Feuerwehrmann eine Rauchgasvergiftung. Zum Schweregrad der Verletzungen lagen zunächst keine näheren Angaben vor.
Insgesamt waren rund 160 Einsatzkräfte vor Ort. Wegen der hohen Temperaturen unterstützte auch das Deutsche Rote Kreuz die Maßnahmen und übernahm die medizinische Betreuung der Feuerwehrleute.
Während des Großeinsatzes stellte eine Katastrophenschutzeinheit aus Lauterbach den Grundschutz in Schlitz sicher. Dadurch blieb gewährleistet, dass bei weiteren Einsätzen in der Stadt und im Umland ausreichend Kräfte zur Verfügung standen.
Die Feuerwehr dankte allen beteiligten Einheiten für die personelle und technische Unterstützung sowie für die zusätzlich bereitgestellte Löschwasserversorgung. Nach Abschluss der Löscharbeiten sollen die genaue Brandursache und die Höhe des entstandenen Schadens ermittelt werden.
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