An Bord des Kreuzfahrtschiffs Aida Perla ist es während der Fahrt von Deutschland nach Norwegen zu einem medizinischen Notfall gekommen. Für die Evakuierung eines Passagiers musste ein Rettungshubschrauber angefordert werden. Der Einsatz fand in der Nordsee unweit der dänischen Küste statt. Nach Abschluss der Rettungsaktion setzte das Schiff seine Reise mit geringer Verspätung fort. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf stuttgarter-zeitung.
Aida Perla änderte ihren Kurs in der Nordsee
Der Vorfall ereignete sich am Sonntagmorgen, als das Kreuzfahrtschiff auf dem Weg von Hamburg ins norwegische Haugesund war. Gegen 10 Uhr änderte die Besatzung vorübergehend den Kurs und reduzierte die Geschwindigkeit.
Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Aida Perla mehrere Seemeilen nordwestlich der dänischen Hafenstadt Esbjerg. Ein Rettungshubschrauber wurde zum Schiff entsandt, um einen Passagier abzuholen, der dringend medizinische Hilfe benötigte.
Nach dem Eintreffen des Hubschraubers wurde die betroffene Person vom Schiff aufgenommen und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus an Land gebracht.
Die Reederei machte keine Angaben zu Alter, Geschlecht oder Staatsangehörigkeit des evakuierten Passagiers. Auch die Ursache des gesundheitlichen Notfalls sowie die Art einer möglichen Erkrankung oder Verletzung wurden nicht veröffentlicht.
Mehrere Bereiche wurden vorübergehend gesperrt
Während des Rettungseinsatzes beschränkte die Besatzung den Zugang zu mehreren Bereichen des Schiffes. Betroffen waren einzelne Abschnitte auf den Decks 16 bis 18 sowie der Beach Club.
Die Sperrungen dienten der Sicherheit der Passagiere und sollten den Einsatzkräften einen ungehinderten Ablauf ermöglichen. Der Familienbereich Four Elements im hinteren Teil der Aida Perla blieb hingegen geöffnet.
Nachdem die medizinische Evakuierung abgeschlossen war und der Hubschrauber das Schiff verlassen hatte, wurden die gesperrten Bereiche wieder freigegeben. Längerfristige Einschränkungen für die Gäste gab es nicht.
So läuft eine Notfall-Evakuierung auf einem Kreuzfahrtschiff ab
Bei einer plötzlichen Verschlechterung des Gesundheitszustands wird ein Passagier zunächst im Bordhospital untersucht und versorgt. Moderne Kreuzfahrtschiffe verfügen über Ärzte und medizinisches Personal, die Untersuchungen durchführen und Patienten stabilisieren können.
Reichen die medizinischen Möglichkeiten an Bord nicht aus oder kann die Behandlung nicht bis zum nächsten Hafen aufgeschoben werden, wird eine Notfall-Ausschiffung organisiert. Diese wird vom Schiffsarzt, dem Kapitän, den Rettungsdiensten an Land und den zuständigen medizinischen Einrichtungen koordiniert.
Je nach Position des Schiffes kann ein Patient mit einem Rettungsboot oder per Hubschrauber an Land gebracht werden. Im Fall der Aida Perla wurde wegen der Lage des Schiffes auf offener See eine Evakuierung aus der Luft mit Unterstützung dänischer Rettungskräfte durchgeführt.
Kreuzfahrtschiff setzte Reise nach Norwegen fort
Nach dem Ende des Einsatzes nahm die Aida Perla wieder Kurs auf Norwegen. Die vorübergehende Kursänderung und die reduzierte Geschwindigkeit führten zu einer leichten Verzögerung.
Die Besatzung plante, einen Teil der verlorenen Zeit auf dem weiteren Streckenabschnitt durch eine höhere Geschwindigkeit auszugleichen. Nach vorläufigen Angaben sollte der medizinische Zwischenfall keine wesentlichen Auswirkungen auf den weiteren Reiseverlauf und die geplanten Hafenanläufe haben.
Das Kreuzfahrtschiff war am Samstag in Hamburg zu einer einwöchigen Reise durch die norwegischen Fjorde aufgebrochen. Auf dem Fahrplan stehen Haugesund, Nordfjordeid, Ålesund und Bergen.
Nach den Aufenthalten in den norwegischen Häfen und einem weiteren Seetag soll die Aida Perla am 25. Juli 2026 nach Hamburg zurückkehren.
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