Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für weite Teile Bayerns Unwetterwarnungen wegen schwerer Gewitter herausgegeben. Im Verlauf des 31. Mai breiten sich die Warnungen auf immer mehr Regionen des Freistaats aus. Meteorologen warnen vor Sturmböen bis zu 110 km/h, Hagel mit bis zu drei Zentimetern Durchmesser sowie heftigen Regenfällen. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Мerkur.
Am Sonntagmorgen galten Warnungen bereits für zahlreiche Städte und Landkreise in Franken und Nordbayern. Die orangefarbene Warnstufe wurde unter anderem für die Landkreise Miltenberg, Main-Spessart, Kitzingen, Haßberge, Erlangen-Höchstadt und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim sowie für Würzburg, Bamberg, Fürth, Ansbach, Schweinfurt und Aschaffenburg ausgerufen.
Warnungen bestehen außerdem für Nürnberg, Schwabach, Roth und Weißenburg-Gunzenhausen. In den Regionen Coburg, Lichtenfels und Rhön-Grabfeld gilt derzeit die gelbe Warnstufe wegen Gewittern.
DWD warnt vor gefährlichen Wettererscheinungen
Nach Angaben des DWD ziehen die Gewitterfronten aus Nordwesten heran. Erwartet werden Starkregenmengen von bis zu 20 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit, lokal sogar bis zu 40 Liter. In einigen Gebieten sind Sturmböen bis 80 km/h möglich, vereinzelt sogar orkanartige Böen zwischen 90 und 110 km/h.
Meteorologen warnen zudem vor Hagel und lokalen Überschwemmungen. Durch die starken Niederschläge kann es zu Aquaplaning sowie überfluteten Straßen und Unterführungen kommen.
Der DWD weist darauf hin, dass insbesondere Blitzeinschläge, herabfallende Äste und herumfliegende Gegenstände eine Gefahr darstellen. Die Bevölkerung wird aufgefordert, Aufenthalte im Freien möglichst zu vermeiden und lose Gegenstände auf Balkonen oder in Gärten zu sichern.
Gewitter erfassen nahezu ganz Bayern
Am Vormittag zeigte sich das Wetter vielerorts noch sonnig, doch bereits gegen Mittag bildeten sich erste kräftige Gewitterzellen. Besonders betroffen sind Franken, der Bayerische Wald und Schwaben.
Bis zum Abend sollen sich die Gewitter auf nahezu ganz Bayern ausweiten. Auch für München werden starke Regenfälle, Hagel und heftige Windböen erwartet.
Bereits am 30. Mai hatte der DWD Unwetterwarnungen für die Landkreise Traunstein, Berchtesgadener Land und den Raum Amberg veröffentlicht. Die Gewitterfront zog damals weiter in Richtung Tschechien und Österreich.
Nach der Hitze folgt ein deutlicher Temperatursturz
Nach einer kurzen Phase frühsommerlicher Temperaturen steht Bayern nun ein markanter Wetterumschwung bevor. Laut Prognosen sollen die Temperaturen in München in der kommenden Woche auf etwa 14 Grad Celsius sinken, in Nürnberg auf rund 16 Grad.
Meteorologen rechnen nach dem Durchzug der Kaltfront mit mehreren kühlen und regnerischen Tagen.
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