In Deutschland ist ein Streit um die Wurstmarke Eberswalder entbrannt. Die Verbraucherzentrale Brandenburg hat sowohl den Hersteller als auch die Handelskette Kaufland wegen einer mutmaßlich irreführenden Herkunftskennzeichnung der Produkte abgemahnt. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf chip.de.
Verbraucherschützer halten die Kennzeichnung für irreführend
Auslöser der Kritik ist die Schließung des Produktionsstandorts in Britz bei Eberswalde Ende Februar 2026. Seitdem werden die Produkte der Marke Eberswalder nicht mehr im Land Brandenburg hergestellt. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale vermitteln Verpackungsdesign und Werbeaussagen jedoch weiterhin den Eindruck, die Wurstwaren stammten aus der Region.
Auch Kaufland steht in der Kritik. In Filialen des Unternehmens in Brandenburg wurden Produkte der Marke Eberswalder mit dem Hinweis „Hergestellt in Brandenburg“ beworben, obwohl die Produktion inzwischen in andere Bundesländer verlagert wurde.
Warum die Marke Eberswalder in die Kritik geraten ist
Nach Angaben der Verbraucherschützer bleibt der Markenname Eberswalder, der eng mit der Stadt Eberswalde und dem Land Brandenburg verbunden ist, eines der zentralen Erkennungsmerkmale der Produkte.
Tatsächlich werden die verschiedenen Wurstsorten inzwischen an mehreren Standorten in Deutschland produziert. So entstehen Bockwürste in Sachsen, Käsewürste in Sachsen-Anhalt und Wacholdersalami in Schleswig-Holstein.
Die Verbraucherzentrale spricht von einem „eindeutigen Fall der Verbrauchertäuschung“, da Käufer annehmen könnten, die Produkte würden weiterhin in Brandenburg hergestellt.
Adresse des ehemaligen Werks weiterhin auf Verpackungen angegeben
Zusätzliche Kritik richtet sich gegen die Angaben auf der Rückseite der Verpackungen. Dort wird weiterhin die Adresse des früheren Produktionsstandorts in Britz genannt.
Nach Angaben der Verbraucherschützer befindet sich an diesem Standort heute lediglich der Unternehmenssitz, während die Produktion bereits an andere Werke ausgelagert wurde.
Außerdem bemängelt die Verbraucherzentrale, dass auf den Verpackungen keine klaren und gut sichtbaren Hinweise auf die tatsächlichen Produktionsorte zu finden seien.
Hersteller kündigt transparentere Kennzeichnung an
Nach Erhalt der Abmahnung erklärte der Hersteller, die Angaben zum Produktionsstandort künftig transparenter gestalten zu wollen.
Das Unternehmen prüft nach eigenen Angaben Anpassungen der Kennzeichnung, damit Verbraucher leichter erkennen können, an welchem Standort die jeweiligen Produkte der Marke Eberswalder hergestellt werden.
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