Das WM-Spiel zwischen Frankreich und dem Irak ist als längste Partie in die Geschichte der Weltmeisterschaft eingegangen. Aufgrund schwerer Unwetter und Blitzgefahr in Philadelphia wurde die Begegnung für 132 Minuten unterbrochen. Trotz der langen Pause setzte sich Frankreich souverän mit 3:0 durch. Kylian Mbappé erzielte dabei zwei Treffer. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Вild.
Gewitter führt zur Evakuierung der Zuschauer
Die Partie fand im Lincoln Financial Field in Philadelphia statt. In der 37. Minute setzte starker Regen ein, woraufhin die Sicherheitsprotokolle wegen herannahender Gewitter aktiviert wurden.
Nach dem Ende der ersten Halbzeit wurden die Zuschauer aufgefordert, die Tribünen zu verlassen und Schutz zu suchen. Kurz darauf verlängerte die FIFA die Unterbrechung, da in der Umgebung des Stadions weiterhin Blitze registriert wurden.
Nach den in den USA geltenden Sicherheitsrichtlinien müssen Sportveranstaltungen für mindestens 30 Minuten unterbrochen werden, wenn innerhalb eines Radius von rund 13 Kilometern Blitze festgestellt werden. Jeder weitere Blitz verlängert die Unterbrechung um weitere 30 Minuten.
Mannschaften warten mehr als anderthalb Stunden in den Katakomben
Die Spieler beider Teams verbrachten insgesamt 102 Minuten in den Innenbereichen des Stadions, bevor sie wieder auf das Spielfeld zurückkehren durften. Anschließend erhielten sie zusätzliche Zeit zum Aufwärmen.
Erst 132 Minuten nach Beginn der Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt. Vom Anpfiff bis zum Schlusspfiff vergingen nahezu vier Stunden – ein neuer Rekord bei Fußball-Weltmeisterschaften.
Frankreich setzt sich klar gegen Irak durch
Trotz der langen Unterbrechung behielt Frankreich die Kontrolle über das Spiel. Kylian Mbappé brachte sein Team bereits in der ersten Halbzeit in Führung und erzielte nach der Wiederaufnahme der Partie seinen zweiten Treffer. Ousmane Dembélé erhöhte später auf 3:0.
Mit diesem Sieg sicherte sich Frankreich drei Punkte in einem Spiel, das weniger wegen des Ergebnisses als wegen der außergewöhnlichen Wetterbedingungen in Erinnerung bleiben wird.
Unwetter sorgen erneut für Probleme bei Turnieren in den USA
Bereits vor dem Anpfiff hatten Wetterdienste vor schweren Gewittern, lokalen Überschwemmungen und sogar möglichen Tornados im Raum Philadelphia gewarnt. Aufgrund der Wetterlage verzögerte sich auch der Einlass ins Stadion um rund 45 Minuten.
Ähnliche Vorfälle gab es bereits bei internationalen Turnieren in den Vereinigten Staaten. Während der Klub-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr mussten sechs Spiele wegen Unwetters unterbrochen werden. Die Pausen dauerten damals bis zu zwei Stunden. Die Verzögerung beim Spiel Frankreich gegen Irak übertraf jedoch alle bisherigen Werte und stellte einen neuen WM-Rekord auf.
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