Die Einwohner Hamburgs haben sich in einem Referendum gegen eine Bewerbung der Stadt für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele ausgesprochen. Hamburg wollte sich um die Austragung der Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben, doch die Mehrheit der Wähler lehnte das Vorhaben ab. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Вild.
Nach Angaben der Landeswahlleitung wurden insgesamt 652.193 Stimmen abgegeben. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent. Bereits vor Abschluss der Auszählung war klar, dass die Gegner der Bewerbung die Mehrheit erreicht hatten.
Für Hamburg ist es bereits das zweite Scheitern eines Olympia-Projekts. Schon 2015 hatte die Stadt ihre Bewerbung nach einem negativen Volksentscheid aufgegeben. Damals stimmten 51,6 Prozent gegen die Austragung der Spiele.
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher, der gemeinsam mit dem rot-grünen Senat intensiv für die Bewerbung geworben hatte, räumte die Niederlage unmittelbar nach Bekanntwerden der ersten Ergebnisse ein. Er erklärte, die Stadt respektiere die Entscheidung der Bürger und ziehe die Olympia-Bewerbung zurück.
Tschentscher teilte mit, dass er bereits den Präsidenten des German Olympic Sports Confederation Thomas Weikert sowie das deutsche IOC-Mitglied Michael Mronz über den Rückzug Hamburgs informiert habe.
Die Befürworter der Spiele hatten während der Kampagne mit Investitionen in Infrastruktur, Verkehr und Stadtentwicklung argumentiert. Gegner der Bewerbung warnten dagegen vor unkalkulierbaren Kosten, steigenden Mieten, zusätzlicher Verkehrsbelastung sowie negativen Auswirkungen auf Umwelt und Infrastruktur.
Der Senat räumte ein, dass die Skepsis gegenüber Olympischen Spielen in Hamburg seit dem gescheiterten Referendum von 2015 weiterhin groß geblieben sei. Trotzdem hatte die Stadt erneut versucht, eine Bewerbung durchzusetzen.
Mit dem Ergebnis des Referendums scheidet Hamburg endgültig aus dem nationalen Auswahlverfahren aus. Der German Olympic Sports Confederation will am 26. September entscheiden, welches deutsche Konzept international eingereicht wird.
Im Rennen bleiben damit noch Munich, die Rhein-Ruhr-Region und Berlin. In München und der Rhein-Ruhr-Region unterstützten etwa zwei Drittel der Teilnehmer die Bewerbungen, während in Berlin das Abgeordnetenhaus grünes Licht für das Projekt gab.
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