Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke haben die Geburt ihres Sohnes bekannt gegeben. Das Kind, das den Namen Georg trägt, kam in den Vereinigten Staaten mithilfe einer Leihmutter zur Welt. Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf spiegel.
Funke machte die Nachricht auf seinem Instagram-Account öffentlich. Er veröffentlichte ein Foto aus einem Park, auf dem er gemeinsam mit Jens Spahn neben einem Kinderwagen zu sehen ist. Dazu schrieb der Journalist den kurzen Satz: „Wir sind Familie.“
Nach Angaben der Zeitung Bild halten sich der 46-jährige CDU-Politiker und sein 44-jähriger Ehemann derzeit in den USA auf. Spahn erklärte gegenüber dem Blatt, die Geburt des Kindes sei für das Paar das wichtigste Ereignis ihres Lebens.
„Mein Mann ist Vater geworden, und mit ihm bin auch ich Vater geworden. Georg ist unser größtes Glück. Was wir im Moment empfinden, lässt sich kaum in Worte fassen“, zitierte die Zeitung den Politiker.
Bundeskanzler Friedrich Merz soll bereits einige Tage vor der öffentlichen Bekanntgabe über die Geburt informiert worden sein. Zu Beginn der parlamentarischen Sommerpause reiste Spahn dem Bericht zufolge in die Vereinigten Staaten, um bei seiner Familie zu sein.
Der Junge wurde nach Jens Spahns Vater Georg benannt. Georg Spahn starb am 26. April 2024.
Daniel Funke ist der biologische Vater des Kindes
Der genetische Vater des Neugeborenen ist Daniel Funke. Im Gespräch mit Bild erklärte er, dass sich das Paar der kontroversen gesellschaftlichen Debatte über Leihmutterschaft und der damit verbundenen Vorurteile bewusst sei.
„Wir wissen, dass Leihmutterschaft bei vielen Menschen Fragen, Unsicherheit und Vorbehalte auslöst. Aber wie Franz Beckenbauer sagte: Gott freut sich über jedes Kind“, erklärte Funke.
Nach Angaben der Eheleute soll die Frau, die das Kind ausgetragen hat, auch nach der Geburt im Leben des Jungen präsent bleiben. Spahn und Funke wollen den Kontakt zu ihr aufrechterhalten und betrachten sie als Teil ihrer Familie.
„Sie ist für uns inzwischen beinahe zu einem Familienmitglied geworden und wird Georg auf seinem Lebensweg begleiten“, erklärten die Eltern.
Spahn äußerte sich früher kritisch zur Leihmutterschaft
In der Vergangenheit hatte Jens Spahn deutlich zurückhaltender über Leihmutterschaft gesprochen. In einem Beitrag für das Magazin GQ aus dem Jahr 2015 räumte der Politiker ein, dass ihm diese Praxis persönlich schwerfalle.
„Als Schwuler und Christ habe ich persönlich große Schwierigkeiten mit der Vorstellung einer sogenannten gemieteten Gebärmutter“, schrieb Spahn damals.
Gleichzeitig schloss der Politiker nicht aus, dass sich seine persönliche Haltung zur Vaterschaft verändern könnte. Er erklärte, die Einsicht, auf natürlichem Weg kein Vater werden zu können, verlange ein hohes Maß an Demut, von dem er damals nicht wusste, ob er es aufbringen könne.
Spahn und Funke sind seit 2017 verheiratet. Über ihren Kinderwunsch und Einzelheiten des Leihmutterschaftsverfahrens hatte das Paar vor der Geburt des Sohnes öffentlich nicht gesprochen.
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