In Deutschland sinken die Preise für Butter erneut. Nach der deutlichen Verteuerung Anfang März haben mehrere große Einzelhändler die Preise für Produkte ihrer Eigenmarken angepasst. Aldi Nord und Lidl teilten mit, dass eine 250-Gramm-Packung deutsche Markenbutter der jeweiligen Eigenmarken nun 1,05 Euro statt bisher 1,19 Euro kostet. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf t-online.
Betroffen ist vor allem das Basissegment, das in der Regel besonders schnell auf veränderte Einkaufspreise und Entwicklungen am Milchmarkt reagiert. Bis zum 9. März kostete eine solche Packung noch 99 Cent, danach stieg der Preis auf 1,19 Euro. Nun nehmen die Händler einen Teil dieser Erhöhung wieder zurück.
Für Verbraucher bedeutet die Senkung eine Ersparnis von 14 Cent pro 250-Gramm-Packung. Prozentual entspricht das einem Rückgang von mehr als elf Prozent. Für viele Haushalte ist das spürbar, weil Butter zu den Produkten des täglichen Bedarfs gehört und häufig als Preisindikator im Supermarkt wahrgenommen wird.
Auch NORMA senkt die Preise für Eigenmarken-Butter
Auch die Discounterkette NORMA hat eine entsprechende Preissenkung angekündigt. Die Butter der Eigenmarke LANDFEIN kostet in der 250-Gramm-Packung nun 1,05 Euro statt zuvor 1,19 Euro. Die Reduzierung betrifft deutsche Markenbutter LANDFEIN, Süßrahmbutter sowie die streichfähige LANDFEIN-Variante in derselben Packungsgröße.
Das Unternehmen weist darauf hin, dass die neuen Preise je nach Region und Warenverfügbarkeit gelten. Für Kunden bedeutet das, dass die tatsächliche Verfügbarkeit der reduzierten Preise in einzelnen Filialen abweichen kann. Der angekündigte Preis liegt jedoch auf demselben Niveau wie bei anderen großen Discountern.
NORMA stellt die Senkung als Teil der eigenen Preispolitik bei Produkten des täglichen Bedarfs dar. Die Kette verweist darauf, Kunden Eigenmarkenprodukte dauerhaft zu fairen Preisen anbieten zu wollen. Nach Unternehmensangaben betreibt NORMA mehr als 1500 Filialen in Deutschland, Österreich, Frankreich und Tschechien.
Wie sich der Butterpreis verändert hat
Die Butterpreise in Deutschland schwanken seit längerer Zeit deutlich. Der Preis hängt von der Milchmenge, dem Fettgehalt der Rohmilch, der saisonalen Nachfrage und den Produktionskosten in der Molkereiwirtschaft ab. Deshalb kann selbst eine einfache Packung Eigenmarken-Butter innerhalb kurzer Zeit deutlich teurer oder günstiger werden.
Den bisherigen Höchststand bei günstiger Eigenmarken-Butter erreichte der Preis im Oktober 2024. Damals kostete eine 250-Gramm-Packung 2,39 Euro. Im Vergleich dazu liegt der aktuelle Preis von 1,05 Euro wieder deutlich niedriger.
Die jetzige Preissenkung folgt auf die Erhöhung im März. Anfang März waren die Preise von 99 Cent auf 1,19 Euro gestiegen. Nun senken wichtige Discounter den Preis wieder näher an das frühere Niveau, auch wenn er weiterhin über der Marke von 99 Cent liegt.
Was den Preis für Butter beeinflusst
Als ein Grund für frühere Preisschwankungen wurden geringere Milchmengen genannt, die von landwirtschaftlichen Betrieben geliefert wurden. Hinzu kam ein niedrigerer Fettgehalt der Rohmilch. Gerade Milchfett ist für die Herstellung von Butter entscheidend, weshalb ein Rückgang direkt auf die Produktionskosten wirkt.
Zusätzlich belastete die Blauzungenkrankheit Teile der Tierbestände. Bei betroffenen Tieren ging die Milchproduktion zurück, was die Rohstofflage am Markt verschärfte. Dadurch mussten Hersteller und Handelsketten ihre Preise entsprechend anpassen.
Butter bleibt ein Produkt, das sehr sensibel auf Veränderungen im Milchsektor reagiert. Wenn weniger Milch geliefert wird oder der Fettgehalt der Rohmilch sinkt, können die Preise schnell steigen. Stabilisiert sich die Lage, geben Handelsketten sinkende Kosten teilweise über niedrigere Verkaufspreise an die Kunden weiter.
Aktuelle Preise bei ausgewählten Händlern
| Händler | Produkt | Alter Preis | Neuer Preis | Senkung |
|---|---|---|---|---|
| Aldi Nord | Eigenmarken-Butter, 250 g | 1,19 Euro | 1,05 Euro | 14 Cent |
| Lidl | Deutsche Eigenmarken-Butter, 250 g | 1,19 Euro | 1,05 Euro | 14 Cent |
| NORMA | LANDFEIN, 250 g | 1,19 Euro | 1,05 Euro | 14 Cent |
| NORMA | LANDFEIN streichfähig, 250 g | 1,19 Euro | 1,05 Euro | 14 Cent |
Die Preissenkung betrifft vor allem Produkte der Eigenmarken. Gerade diese Artikel nutzen Discounter häufig im Preiswettbewerb. Markenbutter anderer Hersteller kann sich je nach Anbieter, Region und Verkaufsbedingungen anders entwickeln.
Was die Preissenkung für Verbraucher bedeutet
Für Verbraucher bedeutet die aktuelle Entwicklung eine teilweise Entlastung bei einem wichtigen Milchprodukt. Eine Packung Butter für 1,05 Euro nähert sich wieder der psychologisch wichtigen Marke von rund einem Euro, bleibt aber noch über dem Preis von 99 Cent, der vor der Erhöhung im März galt.
Kunden sollten dennoch beachten, dass die genannten Preise je nach Händler, Region und Warenverfügbarkeit variieren können. Bei NORMA wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass regionale Angebote von der Verfügbarkeit abhängen. Auch in anderen Ketten können Preise je nach Filialformat und lokaler Preispolitik abweichen.
Dass mehrere große Discounter nahezu gleichzeitig die Butterpreise senken, zeigt eine Veränderung im Einzelhandel. Nach dem Preisanstieg im März sehen Verbraucher nun wieder niedrigere Preise für eines der sichtbarsten Produkte im täglichen Einkaufskorb.
Lesen Sie auch: In Deutschland vor gefährlicher Schokolade gewarnt
