Autofahrer in Deutschland sollten den nächsten Tankstopp nicht aufschieben. Bereits Anfang Juli endet der staatliche Tankrabatt. Nach Einschätzung des ADAC könnten Benzin und Diesel danach um rund 17 Cent pro Liter teurer werden. Die Website Imowell.de berichtet unter Berufung auf Вild.
ADAC empfiehlt das Tanken bis zum 29. Juni
Der staatliche Tankrabatt wurde Anfang Mai eingeführt, um die stark gestiegenen Kraftstoffpreise infolge der angespannten Lage im Nahen Osten abzufedern. Dafür senkte die Bundesregierung vorübergehend einen Teil der Energiesteuer auf Benzin und Dieselkraftstoff.
Die Maßnahme endet nun ausgerechnet kurz vor Beginn der Hauptreisezeit im Sommer. Deshalb empfiehlt der ADAC, die letzte Möglichkeit für günstigeres Tanken zu nutzen und das Fahrzeug spätestens am 29. Juni zu betanken.
Nach Angaben des Automobilclubs ist der günstigste Zeitpunkt dafür vor der Mittagszeit. Im weiteren Tagesverlauf steigen die Preise an vielen Tankstellen häufig deutlich an.
Kraftstoffpreise sind zuletzt wieder gesunken
Nach Angaben des ADAC kostete ein Liter Super E10 in der vergangenen Woche durchschnittlich 1,817 Euro. Das waren 3,7 Cent weniger als in der Vorwoche. Der durchschnittliche Dieselpreis sank sogar um 6,6 Cent auf 1,731 Euro pro Liter.
Damit liegen die Kraftstoffpreise wieder ungefähr auf dem Niveau, das vor der Eskalation der Krise im Nahen Osten verzeichnet wurde. Dennoch hält der ADAC das aktuelle Preisniveau angesichts der Ölpreise weiterhin für zu hoch.
Ab Juli droht ein deutlicher Preisanstieg
Mit dem Auslaufen des Tankrabatts rechnet der ADAC damit, dass Benzin und Diesel kurzfristig um etwa 17 Cent pro Liter teurer werden.
Zudem schließen die Experten nicht aus, dass einzelne Mineralölunternehmen ihre Preise bereits am 30. Juni anheben, um sich auf das Ende der staatlichen Entlastung einzustellen.
Deshalb empfiehlt der Automobilclub, den Tank möglichst schon am 29. Juni und idealerweise noch vor Mittag zu füllen.
Die „12-Uhr-Regel“ hilft beim Sparen
Unabhängig vom Tankrabatt verweist der ADAC auf die täglichen Preisschwankungen an den Tankstellen. Nach den Auswertungen des Clubs gehört die Zeit kurz vor Mittag regelmäßig zu den günstigsten Tageszeiten zum Tanken.
Nach der Mittagszeit steigen die Preise häufig deutlich an und sinken erst im Laufe des Nachmittags oder Abends wieder schrittweise.
Im Tagesverlauf beträgt die durchschnittliche Preisdifferenz laut ADAC rund 14,6 Cent pro Liter Super E10 und sogar 18,4 Cent pro Liter Diesel.
Für ein Dieselfahrzeug mit einem 50-Liter-Tank ergibt sich dadurch eine mögliche Ersparnis von bis zu 9,20 Euro. Fahrer eines Benziners können allein durch den richtigen Tankzeitpunkt rund 7,30 Euro sparen. In Kombination mit dem noch gültigen Tankrabatt fällt die Ersparnis vor dessen Auslaufen entsprechend höher aus.
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